Algen im Aquarium

03.09.2016 04:01
Rennschnecken sind sehr gute Algenvernichter

Algen sind Wasserpflanzen, die in der Natur und im Aquarium unschätzbare Dienste leisten.

Genau wie schnellwüchsige höhere Wasserpflanzen, verbrauchen sie überschüssige Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat.
Verbrauch von CO2  und die Herstellung  des O2 .
Unzählige Klein- und Kleinstlebewesen ernähren sich von Algen oder von die darin enthaltenen Kleinstlebewesen.
Trotz bester Wasserwerte wuchern bei mir Algen!” Eine klassische Aussage.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wegen den wuchernden Algen sind die Wasserwerte gut – und ohne die Algen würde alles zusammenbrechen!

Was macht den Grünbewuchs unbeliebt?
Warum werden die lästigen Fadenteufel mit chemischen Mittel unerbittlich bekämpft?

Ganz einfach – irgendwann wurden sie zum „Unkraut“ erklärt.

Die meisten Algenarten entsprechen nicht unserem ästhetischen Empfinden.
Sie gefährden durch ihre ungehemmte Ausbreitung das Leben der von uns weit mehr geschätzten submersen, höheren Pflanzen.

Aus aquaristischer Sicht ist eine überschaubar geringe Anzahl verschiedener Algenarten aus sehr wenigen Familien überhaupt eine nähere Betrachtung und Differenzierung wert.

Aus der jeweiligen Zugehörigkeit kann man nämlich nur sehr selten Rückschlüsse auf mögliche Ursachen oder gar geeignete Bekämpfungsmaßnahmen ziehen.
Extrem wenige Arten signalisieren durch ihr bloßes Vorhandensein „gute“ oder „schlechte“ Bedingungen.

Erst die Geschwindigkeit und Intensität der Ausbreitung in Verbindung mit bestimmten Gegebenheiten lassen gewisse Rückschlüsse zu.

Es ist für Aquarianer weit weniger wichtig, welche Algen wachsen, sondern ob Algenwuchs stattfindet.